Anki Einführung

Inhaltsverzeichnis

Was ist Anki?

Oberfläche - Webservice

Oberfläche - Windows

App Menu: Datei / Bearbeiten / Extras / Hilfe

Einstieg

Was ist Anki - die Übersicht

Anki ist ein Webservice, der auch als App oder Programm auf einem Computer / Handy / Tablet genutzt werden. Damien Elmes der Entwickler der Applikation, stellt es als Open Source zur Verfügung.

Anki ist die digitale Umsetzung einer Lernakartei. Andere bekannte Programme werden in diesem Wikipedia Artikel aufgelistet.

Anki verwendet dabei die Methode des Wiederholens mit Lücken («Spaced Repetition System - SRS). Diese baut auf den Effekten “spacing” und “testing” auf. “Spacing” ist die Lerntheorie, dass wiederholen mit ansteigenden Zeitintervallen effektiver als das tägliche Ritual. Vergleichbar mit dem Sachverhalt, dass man nicht gleiche Fächer nacheinander lernen sollte. D.h. wenn man in den Fächern Chinesisch, Englisch und Algebra lernen will, sollte man die Algebra zwischen die Sprachlektionen nehmen. Mit “testing” wird das aktive abrufen gemeint. Die Assoziation zu einem Stichtwort, Bilf, Audiosequenz, etc. Wobei meine Erfahrung ist, dass die Frage im “SMS” Stil effizienter ist als wohlformulierte Sätze. Wie der “Pawlowscher Hund” soll das Gehirn auf den Reiz die Information abrufen.

Piotr A. Woźniak, der die Software “Supermemo” als Anwendung des SRS Konzeptes geschrieben hat, definierte 20 Regeln wie man mit SRS effektiv lernt. Auf wurmweb.at hat ein Blogger diese Regeln in die deutsche Sprache übersetzt.

D.h. das der in Anki verwendete Algorithmus die Karteikarten nach bestimmten Intervallen aufruft. Man sieht die Frage auf dem Bildschirm, überlegt sich die Antwort. Dann zeigt man die Antwort an und qualitifziert die eigene Antwort:

  • Nochmal (Taste 1)

  • Schwer (Taste 2)

  • Gut (Taste 3 oder Leerschlag)

  • Einfach (Taste 4)

Die Einstufung der Antwort definiert den Zeitpunkt, wann diese Frage wieder angezeigt wird. Die Reihenfolge der Karten ist zufällig. D.h. es macht wenig Sinn, alle Karten eines Lehrgangs / Weiterbildung in einem Deck zu speichern. Die Lernmaterialen sind ja üblicherweise bereits strukturiert. D.h. das zuerst lernt, das eine IP Adresse 32 Bit hat. Bevor Netzwerkklassen, reservierte IP Adressbereiche, etc. behandelt werden. Anki bietet die Möglichkeit, die Karten nach Ihrem Erstellungsdatum abzufragen. “Basiskarten Jura” hat eine Videoanleitung dazu erstellt.

Eine Karte besteht aus Notizen. Eine Notiz kann in mehreren Karten wieder verwendet werden. Beispiel: Wörter in einer Fremdsprach lernen:

  1. Notiz: Book

  2. Notiz Buch

Diese kann ich in nun in zwei Karten verwenden. Einmal frage ich nach dem englischen Wort und in einer anderen Karte nach dem deutschen Wort.

Eine Sammlung von Karten nennt man einen Stapel (Deck). Ein Stapel muss keine Karten erhalten. Er kann wie ein Verzeichnisbaum lediglich weitere Stapel enthalten. Die Collection ist die Summe aller Elemente eines Benutzers (Profiles) in Anki. Also ein theoretischer Begriff. Am Schluss dieses Textes findet man den Verweis auf das Handbuch, welches die Begriffe ausführlich erklärt. Wie bekannt, kann dieses auch mit der Taste F1.

Anki ist eine Software die eigentlich jeder jederzeit einsetzen kann. Es gibt immer wieder spannende Themen die man lernen oder auffrischen will. «Flashcard» Apps gibt es einige. I.d.R. simple Lernkarten Apps um schnell Begriffe und Verben auswendig zu lernen. Anki bietet erheblich mehr Funktionen, sowie Erweiterungen (Add On) was einen besseren Lerneffekt generiert.

In der digitalen Gesellschaft ist Wissen die Währung. Natürlich ist das Halbwissen, die Kenntnis wie man in Google gezielt Informationen findet relevant. Aber das Fundament ist Wissen. Meiner Meinung nach.

Oberfläche (Webservice)

Oberfläche (Windows)

Hauptfenster

App Menu: Datei / Bearbeiten / Extras / Hilfe

Karten Menu:

Einstieg

Zuerst muss auf der Website ein Konto (Profil) erstellt werden. Danach kann in der Applikation oder im Webservice das Deck «Standard» («Default») gelöscht oder umbenannt werden. Akademisch betrachtet kann Anki ohne Konto genutzt werden. Man kann Decks aus der Windows Applikation heraus downloaden. Es gibt im Internet verschiedene Anlaufstellen, die Decks anbieten. Man könnte einfach den vorhandenen Ordner nutzen. Was niemand macht bzw. machen würde. Daher verfolge ich dieses Gedankenspiel nicht weiter.

Jede Applikation mit einer gewissen Menge an Funktionen vergleiche ich mit einem grossen, leeren Haus. Man betritt es, überprüft die Infrastruktur und organisiert das Nachtlager. Wenn der Alltag am laufen ist, erkundet man Stock für Stock und Zimmer für Zimmer das ganze Haus. Jeden Sonntag nehme ich mir zwei, drei Stunden Zeit um in einer Applikation weitere Features spielerisch zu erkunden.

In der Windows App meldet man sich nun unter «Datei» «Profil wechseln» an. Jetzt benötigt man Lernkarten («Flashcards»). In diesem Kontext spricht man von Stapeln, einer Sammlung von Karten.

«Stapel» findet man Internet als Dateien des Types «apkg». Im letzten Abschnitt «Quellen» ist das offzielle Repository angegeben. Dort kann jeder Benutzer seine selber erstellen Decks mit anderen Benutzern teilen. Oder man erstellt seine Karten in einem eigenen Stapel. Diese kann man anschliessend in einer Datei speichern.

In der Windows App hat es dazu auf der Startseite die drei Buttons:

  • Stapel herunterladen Stapel aus dem Internet (Anki Repoistory) downloaden

  • Stapel erstellen Ein neuer Stapel erstellen

  • Datei importieren Eine APKG Datei laden

Stapel

Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass ich mit zwei Arten von Root Stapeln (oberste Ebene) am Besten arbeiten kann:

  • Projekt bezogen

  • Thema bezogen

In meinem Leben habe ich bereits einige Sprachen gelernt. Nachgelernt. Und wieder vergessen. “Wissen” das ich in absehbarer Zeit nicht anwenden kann, soll verblasesn. Damit neue Inhalte / Konzepte schneller gelernt werden können.

Daher habe ich im Root ein Verzeichnis «Sprachen». D.h. wenn ich eine Sprache lernen / vertiefen will, entsteht darunter ein “Deck”. Darunter weitere Decks, je nach Umfang und Bedarf.

Die Prüfung zum «Cisco Certified Network Associate» (CCNA) ist ein aktuelles Thema. Daher habe ich Root ein entsprechendes Verzeichnis angelegt.

Unterstapel (vergleich mit Unterverzeichnissen) werden mit einem Doppelpunkt angelegt. Praktisch ist auch, dass man eine Stapelstruktur in einem Rutsch anlegen kann. D.h. ich kann in diesem Beispiel das Deck «Sprachen» und «Englisch» gleichzeitig erstellen.

Karten

Über «Stapel herunterladen» wähle ich unter den öffentlichen («shared») Decks eines aus:

Nach einem Klick auf «English Grammar In Use Activities», werden die Details des Decks angezeigt. Zuunterst findet man den Button «Download».

Wahlweise über einen Doppelklick auf die APKG Datei oder die Applikation («Datei importieren») werden die Karten in das eigene Profil (Root) importiert.

Über «Drag and Drop» verschiebe ich den Stapel «English Grammar…» in den Stapel «Englisch».

Wenn ich diesen Stapel noch eine Karte hinzufügen will, klicke ich oben im Menu auf «Hinzufügen». Als Typ («Notetyp») wählt man «Einfach» aus. Das erfüllt den Zweck in der Regel am Besten.

Dabei können im Editor nebst Text auch Bilder oder Audio hinterlegt werden. HTML / CSS bietet weitere Optionenn.

Karten (Decks) werden auch ausserhalb von Anki zum download angeboten. Für die Vorbereitung auf den CCNA habe ich die Karten von “Jeremy McDowell” verwendet. Auf seinem YouTube Channel “Jeremy^s IT Lab” gibt er eine kurze Einführung zu Anki (EN). Die Karten erhält man hier im Tausch gegen eine einmalig verifizierte E-Mail Adresse”. D.h. man kan problemlos eine Wegwerf E-Mailadresse wie “Spamgourmet” verwenden.

Vorhin getestet und nach 7 Minuten kam die E-Mail mit dem Link.

Lernen

Quellen

Written on November 1, 2021