Tiny Media Manager (TMM) - ein einfaches Tool Filme zu verwalten

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Um was geht es?

Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime sind praktisch. Mit Handy, Tablet oder Computer kann man bequem vom Sofa aus Filme und Serien geniessen. Auf der anderen Seite des Spektrum sind die Enthusiasten. Sie besitzen einen UHD-Blu-ray Player, HDR10+ Unterstützung auf allen Geräten, lieben das Zusatzmaterial wie Kommentare des Regisseurs und anderes.

Die Zielgruppe für dieses Tool kann jemand sein, der seine offline Filme und Serien mit minimalem Aufwand verwalten will. “offline” kann sowohl eine Datei (.mkv / .mp4 / etc.) sein, aber auch ein Datenträger wie eine DVD. Das Tool wird auch von Nutzern der Mediacentern wie Plex oder Kodi geschätzt. Damit lassen sich die Filme einfacher mit Metadaten versehen.

Last but not least - wie präsentiert das Tool die Filmsammlung? Diese “Screenshots” demonstrieren” das. Natürlich habe ich dem Autor eine PayPal Spende zukommen lassen und konnte nachher die Vollversion freischalten. Eine Frage der Fairness, da bereits die kostenlose Variante in jeder Hinsicht ohne Einschränkung funktioniert.

Einstieg

Das Tool läuft auf Windows, Mac und Linux. Unter Windows wird die App als “portable App” installiert. D.h. man kann das Verzeichnis auf einen anderne Datenträger verschieben. Und es werden weder in den Systmeverzeichnissen von Windows, noch der Registry Daten geschrieben.

Wer einen Kleinstrechner wie den Raspberry Pie nutzen will, sollte bedenken das sehr viele Dateien gelesen / geschrieben werden. Schnell hat man hunderte / tausende Filme und Serien erfasst. Und sobald man den TMM startet werden die geladen. D.h. man muss Geduld haben oder den neuesten RP verwenden.

TMM verwendet die Java Virtual Maschine. Diese muss in einer aktuelleren Version vorliegen. Das ist für mich ein Nachteil des Tools. Seit Oracle die JVM gekauft hat, ist die Pflege von Bugs nur schleppend voran gegangen. D.h. gerade für die Sicherheit kein beruhigendes Gefühl.

Die FAQ auf der Website des Produktes liefert eine solide Informationsbasis (en) für den Einstieg.

Detail

Wie jede Sammlung sollte man sich an ein paar Spielrgeln halten. Bzw. diese mit der Zeit verfeinern und ausbauen.

Benennung der Filme

Einerseits wird natürlich der Titel des Filmes über das “scrapen” automatisch ermittelt. Jedoch nicht immer. Gerade bei asiatischen Filmen, muss ich öfters nachbessern. Wie ein Film zu einem deutschen Titel kommt, kann man u.a. in einem Wikipedia Artikel nachlesen. Wichtig ist einfach, dass man nachvollziehen kann warum ein Film in der Datenbank diesen Titel hat.

Meine Vorgehensweise betreffend Terminologie ist wie folgt. Den Titel eines Filmes oder Serie übernehme ich der offiziellen deutschen Veröffentlichung. Beispiel:
Orignaltitel (USA): “Darkest Hour”
Deutscher Titel: “Die dunkelste Stunde”

Wenn keine deutsche Veröffentlichung vorliegt, nehme ich ggf. einen englischen Titel. Wenn kein englischer Titel vorliegt, den Orginaltitel. Wobei ich die westliche (“Pinyin”) Schreibweise verwende. Beispiel:
Orignaltitel (USA): “Sha shou tian shi” Englischer Titel: “Killer Angels”

Wenn der Film nur die Orginaltonspur hat, dann signalisiere ich das, in dem ich den Titel im Orignal belasse. Wenn der Film als zweite Tonspur Englisch beinhaltet - also z.B. die Orignalsprache “Kantonesisch” und als zweite Tonspur “Englisch”, dann verwende ich den englischen Filmtitel, auch wenn ein deutscher Filmtitel vorliegt.

Offline Medien hinzufügen

Ein wichtiger Punkt ist für mich, dass ich auch meine Filme auf Datenträgern katalogisieren kann. Dafür habe ich ein eigenes Verzeichnis erstellt, was eine Frage des Modus Operandi ist.

Für eine Medien Verwaltungssoftware spielt es keine Rolle. Anstatt das eine AVI oder MKV in einem Verzeichnis eingelesen wird, wird eine Textdatei mit der Erweiterung “.DISC” erstellt.

Offline Medien erstellen

In diesem Abschnitt habe ich die Sprache auf englisch gewechselt. Ich verwende eigentlich immer die internationale - sprich englische - Oberfläche. Ich empfehle es aus langer Erfahunng und demonstriere in diesem Abschnitt wie intuitiv das ist.

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Achtung! Der wesentliche Punkt ist hier, dass auf das Icon mit dem grünen Kreuz auf der rechten Seite geklickt werden muss. Sonst wird der Eintrag nicht erstellt. Ja - der Rückschluss ist korrekt, man kann direkt in der Toolbar auf das grüne Kreuz klicken und sieht danach diesen Dialog.
Zur Erinnerung: ich speichere die Offline Filme (Datenträger Sourcen) in einem separaten Verzeichnis ab. Analog dem kochen, muss jeder sein Konzept finden.
Nach dem Klick auf das Icon mit dem grünen Kreuz wird der Film in der Liste angezeigt. Danach dasselbe wie bei jedem neuen Film in der Datenbank. Klick mit der rechten Maustaste auf den Film und den Kontextmenupunkt “Search & scrape selected movie(s) - force best match” anklicken. Danach wird man über “Edit Movie” sehen, dass der Film mit allen Daten erfasst wurde.

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Auf dem Datenträger wurde ein Verzeichnis und eine Textdatei mit der Erweitung “.disc” anhand des Filmnamens erstellt. Jedoch ist diese Textdatei 0 Byte gross - d.h. leer. Wie ein solcher Film in Multimediazentren wie Plex oder Kodi angezeigt werden ist eine andere Frage.

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Fazit

Quellen

  1. [Forum}(https://forum.kodi.tv/forumdisplay.php?fid=204)
  2. Reddit

Meta

Version: 1.1
Erstellt: 29. August 2020
Modifiziert: 12. September 2020